Status Anfangs Dezember 2018

(English translation see below)

 

Nach einem sehr angenehmen Aufenthalt in der Marina von Roda de Bara haben wir ein passendes Wetterfenster genutzt, um nach Canet en Roussillon zu segeln. Mit Denis Ranjard von der Werft BMS konnten wir einen Hafenplatz ab Ende Oktober vereinbaren. Nach Canet en Roussillon mussten wir zurückkehren, da das Problem mit unseren beiden Quattros von Victron in Roda de Bara nicht behoben werden konnte und wir somit gezwungen waren, zum ursprünglichen Einbauer bzw. Lieferanten zurückzukehren. Auch unsere Probleme mit dem Bordcomputer sollten dort bzw. bei Robin Marin in Les Sables d’Olonne gelöst werden können. Zudem wollen wir auch noch ein paar andere Dinge ändern oder ergänzen lassen, welche uns während den vergangenen Wochen und Monate rund um die Balearen aufgefallen sind. Dazu gehören unter anderem ein zweiter Wassermacher, Änderung bei der Beleuchtung, Verbesserung bei den Wasserpumpen, Sonnensegel auf der Flybridge usw.

Nun sind wir bereits wieder gut 4 Wochen in Canet en Roussillon und die Arbeiten schreiten voran. Wir haben uns entschieden, Zuben Ubi bis Februar in Canet stationiert zu lassen, damit alle Arbeiten erledigt und das Schiff auch aus dem Wasser genommen und das Unterwasser gereinigt und neu gestrichen werden kann. Den Aufenthalt von Zuben Ubi in Canet nutzen wir auch dazu, Weihnachten und Neujahr in der Schweiz zu verbringen. So können wir unsere Familien und Freunde besuchen und mit ihnen zusammen die Festtage verbringen. Vielleicht kommen wir sogar dazu, etwas Skifahren zu gehen. Gleichzeitig nutzen wir die Zeit, um unsere vielen Fotos und das Video-Rohmaterial zu sichten und das eine oder andere auf unserer Homepage, YouTube und auch auf Facebook zu posten. Wir hoffen, dass wir aber auch ein paar eindrückliche Bilder und Videos von der, hoffentlich winterlichen, Schweiz machen und auf den erwähnten Medien präsentieren können. 

Wenn Euch die Bilder auf Facebook bzw. die Videos auf YouTube gefallen, freuen wir uns natürlich, wenn Ihr sie liked und/oder auch mit Euren Freunden teilt. Ihr könnt auch den YouTube Kanal „Catamaran Zubenubi“ abonnieren. So seid Ihr jeweils automatisch über die neuesten Videos informiert.

 

Wir wünschen Euch schon jetzt ganz schöne Festtage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr. Kommt gesund im 2019 an. Ihr hört wieder von uns.

 

Euer Zuben Ubi Team 

 

(English translation)

 

After a very pleasant time in the Marina of Roda de Bara we used a suitable weather window to sail to Canet en Roussillon. With Denis Ranjard from the shipyard BMS we could arrange a harbour place from the end of October. We had to return to Canet en Roussillon because the problem with our two Quattros from Victron could not be solved in Roda de Bara and we were forced to return to the original installer or supplier. Also our problems with the on-board computer should be solved there or with Robin Marin in Les Sables d'Olonne. We also want to change or add a few other things that we have noticed during the past weeks and months around the Balearic Islands. These include a second water maker, changes to lighting, improvements to water pumps, awnings on the flybridge, etc.

Now we are already 4 weeks in Canet en Roussillon again and the work is progressing. We have decided to have Zuben Ubi stationed in Canet until February so that all the work can be done and the ship can also be taken out of the water and the underwater cleaned and repainted. We also use Zuben Ubi's stay in Canet to spend Christmas and New Year in Switzerland. So we can visit our families and friends and spend the holidays with them. Maybe we even get to go skiing. At the same time we use the time to view our many photos and the video raw material and to post one or the other on our homepage, YouTube and also on Facebook. We hope that we can also make some impressive pictures and videos of the hopefully winterly Switzerland and present them on the mentioned media. 

If you like the pictures on Facebook or the videos on YouTube, we will be happy if you like them and/or share them with your friends. You can also subscribe to the YouTube channel "Catamaran Zubenubi". This way you are automatically informed about the latest videos.

 

We wish you already now quite nice Christmas days and a happy new year. Arrive healthy in 2019. You'll hear from us again.

 

Your Zuben Ubi Team 

 

Status Mitte Oktober 2018 (Jahrestag)

(English translation see below)

 

Unglaublich, wie die Zeit vergeht. Heute haben wir Jahrestag und das in zweierlei Hinsicht. Vor einem Jahr konnten wir den Kauf von Zubenubi abschliessen und gleichzeitig bekomme ich heute meinen 60. Jahresring. Ein Jahr voller Abwechslung ist hinter uns. Dazu gehören der Wechsel in die Selbständigkeit, Kauf von Zubenubi, Verkauf unseres Hauses in der Schweiz und Umzug auf Zubenubi, einige Monate Umbau von Zubenubi, wunderschöne Reisen um die diversen Inseln der Balearen, Ankern in schönen Buchten, Ärger mit der Technik, herrliche Sonnenauf- und untergänge, interessante kulinarische Erfahrungen, warten auf passende Wetterfenster usw.

 

Von Mahon auf Menorca, von wo der letzte Bericht stammte, sind wir an der Südwestküste von Menorca weiter Richtung Norden gesegelt. Schlussendlich landeten wir wieder in der Cala Galdana, wo wir ein paar Tage auf ein passendes Wetterfenster warteten, um zurück nach Mallorca zu segeln. Man merkte, dass der Herbst langsam Einzug hielt. Die Wassertemperatur betrug zwar immer noch über 26 Grad, aber Mistral und Tramontana waren jede Woche präsent und schickten Wind und Wellen zu den Balearen. Als der Wetterfrosch in Form von Windy anzeigte, dass in 5 Tagen sehr starker Mistral mit über 40 Knoten auf die Nordspitzen von Mallorca und Menorca treffen wird, begleitet mit bis zu 5 Meter hohen Wellen in der Meerenge zwischen diesen beiden Inseln, beschlossen wir unseren Standort ins Lee von Mallorca zu verschieben. Wir verabschiedeten uns von der Gala Galdana und segelten in die Bucht von Sant Jordi auf Mallorca, wo wir erstens den Ankergrund gut kannten und zweitens vor den Wetterkapriolen geschützt waren. Wir hatten eine angenehme und ruhige Zeit an unserem Ankerplatz und anhand der Anzahl Schiffe an diesem Strand merkte man, dass die Charter-Hauptsaison vorbei war. Trotzdem kamen in den ersten 24 Stunden als wir dort waren, doch einige Motor- und Segelyachten in die Bucht, welche wohl dieselben Absichten hegten wie wir. Nach 3 Tagen vor Anker mussten wir jedoch feststellen, dass unsere beiden Quattros von Victron nicht mehr in den Status „Inverter“ wechselten und wir so keinen 220 Volt Strom mehr an Bord hatten. Die Quattros erkannten nicht einmal mehr den Generator, welcher ja direkt 220 Volt Strom liefert und liessen den Strom nicht zu den Apparaten im Schiff durch. Lediglich die Erhaltungsladung der Batterien mittels der Solarzellen akzeptierte die Elektronik noch. Das Aufladen der Batterien mittels der beiden Hauptmaschinen funktionierte auch noch, so dass die Gefahr einer Tiefentladung der Lithiumbatterien mindestens gebannt war. Nun hiess es  Kaffeewasser auf dem Grill heiss machen. Die Kontaktaufnahme mit dem Elektriker, welcher im Frühling die ganze Installation durchgeführt hatte, brachte keine Lösung. Uns blieb nichts weiteres übrig, als nach Palma zu segeln und zu hoffen, dass dort ein Elektriker mit entsprechenden Kenntnissen über Victron Anlagen uns vor Ort weiterhelfen kann. Von zwei erhaltenen Adressen, welche wir kontaktieren konnten, bekamen wir wenigstens von Einer eine Antwort. Leider war aber auch diese Negativ. Da nun doch einige Dinge nicht mehr oder nicht mehr richtig funktionierten (UKW Funk funktioniert immer noch nicht richtig, Bordcomputer mit Kommunikationsmodul startet nicht mehr, Quattros von Victron usw.), beschlossen wir, dass wir Zubenubi zurück nach Canet en Roussillon segeln, wo sich die Werft sicher um die Mängel kümmern würde. In Canet konnten wir ab dem 29.10. einen Platz reservieren. Die vorherrschenden Ost-/Nordostwinde bewogen uns, erstmals nach Roda de Bara zu segeln, wo wir glücklicherweise sofort einen Platz für Zubenubi erhielten. Wir erwischten ein passables Wetterfenster für den Nachttörn ans Festland, hatten Anfangs 25 Knoten Wind aus ca. 45 Grad und Wellen zwischen 1 und 2 Metern aus derselben Richtung. Obwohl hart am Wind (nicht gerade die bevorzugte Segelrichtung eines Fahrten-Catamaran) und Wellen, war die Überfahrt erstaunlich angenehm. Teils mit zwei Reffs, gegen Schluss nur noch eines, erreichten wir am nächsten Vormittag das Festland von Spanien. Hier nochmals herzlichen Dank an Knut und Petra Richter, den TO-Stützpunktleiter in Roda de Bara! Sie kümmern sich wirklich sehr gut um die Yachties hier in Roda de Bara. Ich kann die beiden und den Hafen nur empfehlen! Knut hat sogar den Elektriker hier im Hafen organisiert, damit er sich die Quattros von Victron mal betrachtet. Aber auch er konnte den Fehler bis jetzt nicht eruieren und hat Victron in Barcelona um Unterstützung angefragt. Vielleicht führt dies diese Woche noch zu einem Erfolgserlebnis.

 

Nun sind wir bereits 14 Tage in Roda de Bara und warten auf eine günstige Wetterlage um nach Canet en Roussillon aufzubrechen. Bisher hatten wir fast ausschliesslich östliche Winde und zum Teil sogar 3 Meter hohe Wellen ausserhalb des Hafens. Damit es uns nicht zu langweilig wurde, mieteten wir von Knut und Petra ein Auto und erkundeten die Umgebung von Roda de Bara. Tarragona ist ja nur 20 Autominuten entfernt und natürlich das Weinbaugebiet Penedès, welches eigentlich bis Roda de Bara reicht. Tarragona hat eine wirklich sehr schöne Altstadt und ist eine Reise Wert und bei der Fahrt durch das Penedès kamen wir auch nach Sant Sadurni d’Anoia, der Hauptstadt des Cava. Zwischenzeitlich wissen wir, dass aus Sant Sadurni d’Anoia fast 95 % der gesamten Cava-Produkion von Spanien stammt und dort eigentlich die besten Cavas gekeltert werden. Eine willkommene Aufstockung des Weinkellers von Zubenubi.

 

Wir hoffen nun, dass wir in den kommenden 10 Tagen günstiges Wetter bekommen, um nach Canet en Roussillon weiterzureisen. Wir haben beschlossen, Zubenubi dort für die nächsten 2-3 Monate zu stationieren, damit alle Mängel und auch nötige Servicearbeiten professionell durchgeführt werden können. Die Zeit werden wir auch nutzen, um unsere Freunde und Verwandten in der Schweiz zu besuchen und natürlich auch Weihnachten mit unseren Lieben zu feiern.

 

 

Die vergangenen Monate unterwegs mit Zubenubi betrachten wir als erweiterte Testfahrt. Wir haben sehr viel Vertrauen in unser Schiff gefunden und es ist in dieser Zeit unser richtiges neues Zuhause geworden. Wir freuen uns jetzt schon auf nächstes Jahr, wenn wir Zubenubi wieder von den Leinen erlösen und weitere Gegenden im Mittelmeer erkunden können.

 

 

(English translation)

 

Unbelievable how time passes. Today is an anniversary in two ways. One year ago we were able to complete the purchase of Zubenubi and at the same time I get my 60th annual ring today. A year full of variety is behind us. This includes the change to self-employment, purchase of Zubenubi, sale of our house in Switzerland and move to Zubenubi, some months of conversion of Zubenubi, beautiful trips around the various islands of the Balearic Islands, anchoring in beautiful bays, trouble with technology, wonderful sunrises and sunsets, interesting culinary experiences, waiting for suitable weather windows, etc.

 

From Mahon on Menorca, from where the last report came, we sailed further north on the southwest coast of Menorca. Finally we landed again in Cala Galdana, where we waited a few days for a suitable weather window to sail back to Mallorca. One noticed that the autumn slowly arrived. The water temperature was still over 26 degrees, but Mistral and Tramontana were present every week and sent wind and waves to the Balearic Islands. When the weatherman in the form of Windy indicated that in 5 days very strong Mistral with over 40 knots will hit the northern points of Mallorca and Menorca, accompanied by waves up to 5 meters high in the strait between these two islands, we decided to move our location to the leeward side of Mallorca. We said goodbye to the Gala Galdana and sailed to the bay of Sant Jordi on Mallorca, where we firstly knew the anchorage well and secondly were protected from the weather caprioles. We had a pleasant and quiet time at our anchorage and the number of ships at this beach showed that the charter season was over. Nevertheless, in the first 24 hours when we were there, some motor and sailing yachts came into the bay, which probably had the same intentions as us. After 3 days at anchor we had to realize that our two Quattros from Victron didn't change to the status "inverter" anymore and so we didn't have 220 Volt electricity on board anymore. The Quattros didn't even recognize the generator, which supplies 220 volts of electricity directly and didn't let the electricity through to the devices in the ship. Only the maintenance charging of the batteries by means of the solar cells was accepted by the electronics. The charging of the batteries by means of the two main engines still worked, so that the danger of a deep discharge of the lithium batteries was at least averted. Now it was time to make coffee water hot on the grill. The contact with the electrician, who had carried out the whole installation in spring, did not bring any solution. We had no choice but to sail to Palma and hope that an electrician with appropriate knowledge of Victron systems would be able to help us on site. From two received addresses, which we could contact, we got at least from one an answer. Unfortunately this was also negative. Since now nevertheless some things did not function any more or no longer correctly (FM radio does not function still correctly, board computer with communication module does not start any more, Quattros of Victron etc.), we decided that we sail Zubenubi back to Canet en Roussillon, where the shipyard would surely worry about the lacks. In Canet we were able to reserve a place from 29.10. onwards. The prevailing east/northeast winds induced us to sail for the first time to Roda de Bara, where we luckily got a place for Zubenubi immediately. We caught a passable weather window for the night trip to the mainland, had at the beginning 25 knots wind from approx. 45 degrees and waves between 1 and 2 meters from the same direction. Although close to the wind (not the preferred sailing direction of a cruising catamaran) and waves, the crossing was surprisingly pleasant. Partly with two reefs, towards the end only one, we reached the mainland of Spain the next morning. Here again many thanks to Knut and Petra Richter, the TO base manager in Roda de Bara! They take really good care of the yachties here in Roda de Bara. I can only recommend them and the harbour! Knut even organized the electrician here in the harbour so that he could have a look at the Quattros of Victron. But even he couldn't find out the mistake and asked Victron in Barcelona for support. Perhaps this will lead to a sense of achievement this week.

 

Now we are already 14 days in Roda de Bara and wait for good weather conditions to leave for Canet en Roussillon. So far we had almost exclusively easterly winds and partly even 3 meter high waves outside the harbour. In order not to get bored we rented a car from Knut and Petra and explored the surroundings of Roda de Bara. Tarragona is only 20 minutes away by car and of course the wine-growing area Penedès, which actually reaches to Roda de Bara. Tarragona has a really very nice old town and is worth a trip and while driving through the Penedès we also came to Sant Sadurni d'Anoia, the capital of the Cava. Meanwhile we know that from Sant Sadurni d'Anoia almost 95 % of the whole cava production comes from Spain and the best cavas are actually vinified there. A welcome addition to the Zubenubi wine cellar.

 

We now hope to have good weather in the next 10 days to travel on to Canet en Roussillon. We have decided to station Zubenubi there for the next 2-3 months so that all deficiencies and necessary service work can be carried out professionally. We will also use this time to visit our friends and relatives in Switzerland and of course to celebrate Christmas with our loved ones.

 

We regard the past months on the road with Zubenubi as an extended test drive. We have found a lot of trust in our ship and it has become our real new home during this time. We are already looking forward to next year when we will be able to release Zubenubi from the lines again and explore further areas in the Mediterranean Sea.

 

 

Translated with www.DeepL.com/Translator

 

Status Anfangs September 2018

(English translation see below)

 

Diese Statusmeldung kommt definitiv nicht aus Canet en Roussillon sondern aus Mahon auf Menorca, wo wir momentan mit Zubenubi liegen. Nach fast zwei Monaten das erste Mal wieder in einer Marina. Was ist in der Zwischenzeit alles geschehen? Mitte Juli hatten wir es tatsächlich geschafft und der Umbau von Zubenubi kam zu einem Ende. Ein letztes Mal gingen wir nochmals ins Strandrestaurant Le Swim, welches ja nur im Sommer existiert, und genossen die Aussicht auf den Strand von Canet, den Food und natürlich den Wein. Dann stockten wir unseren Proviant auf, besorgten beim Weinproduzenten Lafage noch unseren liebgewonnenen Rosé Miraflores (einer unserer liebsten Rosé Weinen) für den Weinkeller an Bord, verabschiedeten uns von unseren neuen Freunden von der Werft BMS und lösten die Leinen. Unser Ziel war die Marina von Roda de Bara zwischen Barcelona und Tarragona, wo wir durch den TO-Stützpunktleiter Knut Richter einen Hafenplatz reservieren konnten, um Zubenubi für eine gute Woche parkieren zu können. Grund für diesen Stopp und unseren einzigen eingetragenen Termin im zweiten Halbjahr 2018 war die Hochzeit eines Neffen von Alice in der Schweiz und die Einladung an das frisch vermählte Paar, nach der Hochzeit ein paar Ruhetage bei uns auf der Yacht zu verbringen. Eigentlich wollten wir das Paar auf den Balearen an Bord nehmen, aber die passenden Hafenplätze auf den Balearen waren grösstenteils ausgebucht oder dann so teuer, dass man für den geforderten Preis für die paar Tage gut und gerne eine Weltreise hätte buchen können. Gleichzeitig suchten wir auch eine Betreuung für unseren Captn Chili, welchem wir die Flugreise in die Schweiz und zurück für die paar Tage ersparen wollten. Petra Richter (die Frau von Knut) anerbot sich, sich zusammen mit ihrem Enkel Tyler, der bei ihr seine Sommerferien verbrachte,  während unserer Abwesenheit um Chili zu kümmern. In Roda de Bara angekommen, kümmerten sich Knut und Petra sehr lieb um uns und um Chili. Die aufstrebende Marina in Roda de Bara ist eigentlich nur zu empfehlen. Auch das Personal in der Marina (Marineros, Capitanerie usw.) war sehr nett und hilfsbereit. Einen besonderen und ganz herzlichen Dank geht aber an Petra und Knut Richter und an Tyler (den Enkel von Petra und Knut) welche Chili während unserer Abwesenheit betreut hatten. Ach ja, fast hätte ich es vergessen. Kaum in Roda de Bara angekommen, wurde auch der seit langem bestellte Gennaker geliefert. Die Testmontage noch in Canet en Roussillon ergab, dass das Segel nochmals angepasst werden musste. Leider reichte die Lieferung nicht mehr bis zu unserer Abfahrt in Canet. Ob es unser Lieblingssegel werden wird?

Am 2. August flogen wir dann zusammen mit dem frisch vermählten Paar von Zürich nach Barcelona und fuhren mit dem Taxi in 45 Minuten nach Roda de Bara. Tags darauf, nach einem guten Nachtessen in der kleinen Altstadt neben dem Hafen und den nötigsten Einkäufen, ging es weiter Richtung Mallorca. Nach einer Nacht mit nicht viel Wind erreichten wir am nächsten Morgen die Bucht von Pollença, wo wir erst mal ankerten und etwas ausruhten. Danach ging die Reise weiter nach Menorca, dann zurück nach Sant Jordi auf Mallorca, Umrundung der Inseln von Cabrera und schlussendlich in die Bucht von Palma, von wo aus das Hochzeitspaar die Rückreise in die Schweiz antrat.  

In der Zwischenzeit hatten wir auch festgestellt, dass unser neu installiertes UKW-Funkgerät von B&G nicht richtig funktionierte. Wir hatten zwar super Empfang, konnten aber nicht senden. Obwohl Palma ja eigentlich als Yachting Hotspot gilt, dauerte die Reparatur des Funkgerätes doch eine gute Woche. In der Hochsaison des Yachtsports auf den Balearen scheinen viele Techniker der Fachbetriebe auf Mallorca ebenfalls in die Ferien zu fahren (etwa so, wie wenn der grösste Teil der Skilehrer in der Schweiz im Februar in die Ferien fahren würden). Jedenfalls brauchte es starke Nerven und sehr intensiven Mailverkehr, bis endlich jemand gefunden wurde, der sich um das Problem kümmerte. An dieser Stelle besten Dank an Gaelle Linais von Navico France, welche sich am Schluss intensiv der Koordination für die Reparatur annahm.

Nach der langen Wartezeit in der Bucht von Palma ging es weiter in die Bucht von Paguera und von dort weiter in die Cala San Vicente auf Ibiza. Danach fuhren wir weiter in die Bucht von Sant Antoni de Portmany, wo wir ein paar Tage vor Anker blieben und uns an Land ein Auto mieteten, um Ibiza auf dem Landweg etwas zu erkunden, Hippiemärkte zu besuchen und unseren Proviant wieder aufzustocken. In Sant Antony lagen wir nicht sehr weit vom Café Mambo vor Anker, wo fast jeden Abend ein neuer DJ auflegte und die Bucht entsprechend beschallte. Für eine gewisse Zeit war es eine willkommene Abwechslung, wenngleich die alltäglich ein- und ausfahrenden Fähren und die lieben Kameraden von der Motorbootbrigade tagsüber doch recht Schwell produzierten. Ab Mitternacht beruhigte sich dies dann jedoch, so dass man eigentlich gut schlafen konnte. 

Nach Sant Antony hatten wir das Bedürfnis nach klarem Wasser und fuhren weiter nach Formentera, wo wir zuerst in der Cala Sahona und dann in der Cala Sabina vor Anker gingen. In der Cala Sabina warteten wir dann auf einen weiteren Neffen, welcher mit seinem Kollegen auf dem Festland in den Ferien weilte und uns zum Schluss seiner Ferien noch ein paar Tage besuchen wollte. Zusammen mit den beiden neuen Gästen fuhren wir dann der Südostküste von Ibiza hinauf Richtung Westspitze der Insel, von wo wir dann die Überfahrt zurück nach Mallorca in die Bucht von Camp de Mar unter die beiden Rümpfe nahmen. Von Camp de Mar ging es dann wieder zurück nach Palma, wo wir vor dem Hafen von Portixol einmal mehr das Schiff dem Anker anvertrauten. Von Portixol ist es ein Katzensprung in die City von Palma. Nach einem Apéro bei der Moll Vell im Hafen von Palma ging es zum gemeinsamen Abschiedsessen in die Altstadt von Palma. Am nächsten Morgen früh (05:00 Uhr) war dann Aufbruchstimmung. Unsere Gäste mussten auf den Flughafen, um mit der ersten Maschine von Swiss in die Schweiz zurück zu fliegen.

Wir selbst blieben noch eine Nacht in der Bucht von Palma. Danach machten wir uns auf den Weg nach Menorca. Nach einem Zwischenstopp nochmals in der Bucht vor San Jordi liefen wir mit Segel und Motor (der Wind kam mehrheitlich auf die Nase) Richtung Mahon. In Mahon konnten wir ab dem 14.9. einen Platz in der Marina Mahon reservieren. Die Hochsaison ist langsam vorbei und es hat wieder etwas Platz in den Häfen. Nun liegen wir hier in der Marina in Mahon und geniessen es wieder einmal, direkt vom Schiff an Land gehen zu können. Da wir längsseits direkt an der Mole liegen, kommen wir aber auch wieder in den Genuss von Strassenlärm. Ein Geräusch, welches wir die vergangenen Monate eigentlich nicht mehr kannten. 

Wir werden noch etwas auf Menorca bleiben und die diversen Buchten hier erkunden. Jetzt in der Nebensaison dürfte es eigentlich immer mehr Platz geben. Danach werden wir uns im Oktober bei einem guten Wetterfenster Richtung Canet en Roussillon auf den Weg machen, wo wir noch zwei-drei Garantiearbeiten erledigen lassen müssen und auch noch zwei-drei Wunschänderungen in Auftrag geben werden. Schlussendlich werden wir gegen Ende November für ein oder zwei Monate in die Schweiz zurückreisen und das Leben auf dem Festland etwas geniessen, die Verwandten besuchen und vielleicht auch noch etwas Skifahren gehen. Mal sehen, was das letzte Viertel dieses Jahres noch alles bringt.

 

English translation:

 

This status report comes definitely not from Canet en Roussillon but from Mahon on Menorca, where we are currently with Zubenubi. After almost two months the first time again in a marina. What has happened in the meantime? In mid-July we had actually made it and the renovation of Zubenubi came to an end. One last time we went again to the beach restaurant Le Swim, which only exists in summer, and enjoyed the view to the beach of Canet, the food and of course the wine. Then we stocked up our provisions, bought our beloved Rosé Miraflores (one of our favourite Rosé wines) from the wine producer Lafage for the wine cellar on board, said goodbye to our new friends from the shipyard BMS and loosened the lines. Our destination was the Marina of Roda de Bara between Barcelona and Tarragona, where we were able to reserve a harbour space for Zubenubi for a good week through the TO base manager Knut Richter. The reason for this stop and our only registered date in the second half of 2018 was the wedding of a nephew of Alice in Switzerland and the invitation to the newlyweds to spend a few days of rest with us on the yacht after the wedding. Actually, we wanted to take the couple on board on the Balearic Islands, but the suitable harbour places on the Balearic Islands were mostly fully booked or so expensive that one could have booked a trip around the world for the required price for the few days. At the same time we looked for a care for our Captn Chili, which we wanted to save the flight to Switzerland and back for the few days. Petra Richter (Knut's wife) and her grandson Tyler, who spent his summer holidays with her, offered to take care of Chili during our absence. Arriving in Roda de Bara, Knut and Petra took very good care of us and Chili. The up-and-coming marina in Roda de Bara is actually only recommendable. Also the staff in the marina (Marineros, Capitanerie etc.) was very nice and helpful. A special and heartfelt thanks goes to Petra and Knut Richter and to Tyler (the grandson of Petra and Knut) who had taken care of Chili during our absence. Oh yes, I almost forgot. Hardly arrived in Roda de Bara, the long ordered gennaker was also delivered. The test assembly still in Canet en Roussillon showed that the sail had to be adjusted again. Unfortunately, the delivery did not last until our departure in Canet. Will it be our favourite sail?

On August 2nd we flew together with the newly married couple from Zurich to Barcelona and took a taxi in 45 minutes to Roda de Bara. The next day, after a good dinner in the small old town next to the harbour and the most necessary shopping, we went on to Mallorca. After a night with not much wind we reached the bay of Pollença the next morning, where we first anchored and had a rest. Then the journey went on to Menorca, then back to Sant Jordi on Mallorca, circumnavigating the islands of Cabrera and finally to the bay of Palma, from where the couple returned to Switzerland.  

In the meantime, we had also noticed that our newly installed B&G VHF radio was not working properly. We had great reception, but couldn't transmit. Although Palma is actually regarded as a yachting hotspot, the repair of the radio took a good week. In the high season of the yachting sport on the Balearic Islands many technicians of the specialist companies on Mallorca also seem to go on holiday (as if most of the ski instructors in Switzerland would go on holiday in February). Anyway, it took strong nerves and very intensive mail traffic until finally someone was found to take care of the problem. At this point I would like to thank Gaelle Linais from Navico France, who took care of the coordination for the repair.

After the long wait in the bay of Palma we went on to the bay of Paguera and from there to the Cala San Vicente on Ibiza. Then we drove further into the bay of Sant Antoni de Portmany, where we stayed a few days at anchor and rented a car ashore to explore Ibiza by land, visit hippie markets and replenish our provisions. In Sant Antony we were not very far from Café Mambo, where a new DJ hung up almost every evening and sounded the bay accordingly. For a certain time it was a welcome change, even though the daily arriving and departing ferries and the dear comrades of the motorboat brigade produced quite a swell during the day. From midnight this calmed down, so that one could sleep well. 

After Sant Antony we had the need for clear water and drove on to Formentera, where we first anchored in Cala Sahona and then in Cala Sabina. In the Cala Sabina we waited then for another nephew, who stayed with his colleague on the mainland in the holidays and wanted to visit us at the end of his holidays still a few days. Together with the two new guests we drove then the southeast coast of Ibiza up direction west point of the island, from where we took then the crossing back to Mallorca into the bay of Camp de Mar under the two hulls. From Camp de Mar we went back to Palma, where we once again entrusted the ship to the anchor in front of the harbour of Portixol. From Portixol it is a stone's throw to the city of Palma. After an aperitif at the Moll Vell in the harbour of Palma we went to the common farewell dinner in the old town of Palma. The next morning early (05:00 o'clock) there was an atmosphere of departure. Our guests had to go to the airport to fly back to Switzerland with the first plane from Swiss.

We ourselves stayed another night in the bay of Palma. Afterwards we made our way to Menorca. After a stopover again in the bay before San Jordi we ran with sail and engine (the wind came mostly on the nose) direction Mahon. In Mahon we could reserve a place in the Marina Mahon from 14.9. on. The high season is slowly over and there is some space in the harbours again. Now we lie here in the marina in Mahon and once again enjoy being able to go ashore directly from the ship. As we are situated alongside the pier, we enjoy the noise of the streets again. A noise that we didn't really know about the past months. 

We will stay a little longer on Menorca and explore the various bays here. Now in the low season there should be more and more space. After that we will set off in October with a good weather window towards Canet en Roussillon, where we will have to have two or three warranty work done and will also commission two or three changes to our wishes. Finally, towards the end of November we will travel back to Switzerland for a month or two and enjoy life on the mainland a little, visit our relatives and maybe even go skiing. Let's see what the last quarter of this year will bring.

 

Translated with www.DeepL.com/Translator

 

Status Anfangs Juli 2018

Nun ist doch schon wieder fast ein Monat verstrichen und wir sind immer noch in Canet en Roussillon, aber wir nähern uns mit „Riesenschritten“ dem Ende des Umbaus von Zubenubi. Die Inneneinrichtung ist fertig und uns gefallen der neue Salon sowie die Gästekabinen. Wir konnten uns an Zubenubi gewöhnen und kennen das Schiff jetzt schon ziemlich gut. Zwischenzeitlich hatten wir auch die Gelegenheit verschiedene Testfahrten durchzuführen und haben so das Eine oder Andere noch entdeckt, welches zu reparieren oder korrigieren war. Dazu zählten u.a. die Inverter, welche die Batterien nicht richtig aufluden, ein defekter Alternator an der Backbordmaschine, eine mangelhafte Ankerkette, defekte Schalter an Ankerwinsch und an der Grossschotwinsch, Ermüdungsbruch am Traveler und noch ein paar andere kleinere Dinge. Dafür sind zwischenzeitlich die neue Abwaschmaschine von Miele, der Parasailor, der Gennaker und die zu ersetzenden Luken angekommen. Die Luken werden diese Woche noch eingebaut, so dass es eigentlich Ende dieser Woche losgehen kann (falls der neue Alternator rechtzeitig geliefert wird). Alles in allem haben wir das Hafenleben in Canet en Roussillon genossen. Eine grosse Abwechslung war dabei auch der Besuch einer Schwester von Alice mit ihrem Partner. Zusammen genossen wir den ersten Ausflug mit dem Parasailor, das Leben vor Anker und natürlich auch die kulinarischen Angebote in Canet. Rolf war zudem froh, dass mit Marius auch jemand an Bord gekommen ist, der ebenso gerne kocht. Eine willkommene Abwechslung, mal nicht in die Kombüse gehen zu müssen. Nachfolgend ein paar Bilder aus den letzten 4 Wochen. Heute bin ich mir sicher, dass der nächste Bericht von unterwegs erfolgt. 

Status Anfangs Juni 2018

Und wir sind immer noch im Hafen von Canet en Roussillon.

In den letzten vier fünf Wochen nahm die Ausrüstung von Zubenubi doch langsam Formen an. Zwischenzeitlich wurden viele Dinge installiert. Dazu gehören ein neuer LazzyBag, ein neues Bimini, alle gewünschten Navigations- und Kommunikationsgeräte, neue Schoten und Belegleinen, neue EPIRB und PLBs, neue Rettungswesten und vieles anderes noch. Nach dem ersten Probesegeln stellten wir auch fest, dass die Einrichtung für das Reffen des Grossegels und die Befestigung des Grossegels selbst verbessert werden mussten. Zudem muss der Traveller  mit seinen Umlenkrollen aufgrund eines Bruchs ausgewechselt werden. Auch der Ersatz-Autopilot, welchen wir unbedingt installiert haben wollten, braucht noch eine zweite GPS-Antenne, damit er wirklich absolut unabhängig vom Primärsystem arbeitet. Wir mussten uns ein neues Iridium Telefon besorgen, da für das alte Gerät, welches gewisse Probleme aufwies, keine Ersatzteile mehr zu beschaffen waren. Auch die Blackbox von KVH für das TracPhone musste ausgewechselt werden. Seit letztem Freitag funktioniert jetzt aber beides einwandfrei. Leider hat aber in der Zwischenzeit auch die alte Geschirrspülmaschine ihren Geist aufgegeben, so dass eine neue bestellt werden musste. Der Code 0, welcher sich zwischenzeitlich zu einem Genaker mit 220 m2 gewandelt hat, ist noch nicht geliefert. Den Parasailor mit 280 m2 konnten wir, obwohl vorbereitet, aufgrund des aufkommenden starken Windes (Tramontana) leider auch nicht ausprobieren.

Dafür hatten wir Zeit zu lesen, frische Kräuter für die Küche einzukaufen und die Restaurants und Weinbauern in der Umgebung kennenzulernen. Selbstverständlich wurde auch das Green Egg schon in Betrieb genommen.

 

Zu unserem grossen Erstaunen funktioniert der Fernsehempfang via TracVision TV von KVH seit Beginn problemlos und in hervorragender Qualität (was ich ehrlich gesagt nie so erwartet hätte). So können wir während unseren "Hafenferien" doch ab und zu die neuesten Nachrichten, einen oder zwei Krimis, Roger Federer beim ATP Turnier in Stuttgart und jetzt natürlich auch die Fussball-WM geniessen. Abwechslung und gute Ratschläge brachten uns auch Beat und Iris Häusermann, zwei Freunde aus Rolfs Jugendzeit. Sie waren in Canet, um den Verkauf ihrer SlowMotion, einer Lagoon 570 mit welcher sie 10 Jahre unterwegs waren, zu begleiten. Die Gespräche mit ihnen waren Aufschluss- und auch Lehrreich und oft auch Lustig. Es gibt wohl kaum etwas Besseres, als erfahrenen Yachties zuzuhören und von ihren Erfahrungen zu profitieren. An dieser Stelle deshalb herzlichen Dank an Iris und Beat für die guten Informationen, die angenehmen Abende und auch für Eure Freundschaft.  

 

Der neue Geschirrspüler und die Teile für den Traveller wurden uns für Anfang nächster Woche versprochen. Gleichzeitig soll auch der Tramontana ab Mitte nächster Woche nachgeben. Es sieht so aus, als ob wir uns noch eine Woche gedulden müssen und dann endlich lossegeln können. Wir sind gespannt, ob wir Ende kommender Woche tatsächlich unterwegs sind und hoffen natürlich, dass der nächste Statusbericht dann von anderen Koordinaten aus geschrieben werden kann. 

Status Anfangs Mai 2018

Der Tag der Abreise ist da. Am 16.4.2018 packten wir den Rest unseres Materials (und natürlich auch Chili) in den Viano, welcher uns von meiner Schwester dankenswerterweise zur Verfügung gestellt wurde, und machten uns auf den Weg nach Canet en Roussillon. Nach einer problemlosen Fahrt über die französischen Autobahnen (welche ich hier mal lobend erwähnen will), kamen wir nach 10 Stunden am Zielort an. Zubenubi war herausgeputzt, die neue Reling, das neue Beiboot, der neue Sonnenschutz fürs Cockpit und die neuen Polster waren montiert, der Umbau des Salon ist sehr schön und bequem geworden und die neue Küche ist nahezu perfekt. Kaum war Chili an Bord, musste natürlich auch alles inspiziert werden. Für uns hiess es, das neue Heim bzw. unsere Kabine zu beziehen und uns nach einem kurzen Nachtessen erst mal aufs Ohr zu legen. Schliesslich mussten wir wieder fit sein für den nächsten Morgen, wenn der Rest des Gepäcks angeliefert werden soll.

Das Gepäck kam pünktlich am nächsten Morgen an und wurde vom Spediteur auf Zubenubi umgeladen. Wir waren echt skeptisch, ob all das Material auf dem Schiff verstaut werden kann. Schliesslich zügelten wir das verbliebene Material von einem Einfamilienhaus auf ein Schiff! Ab und zu dachten wir, das wird nie klappen bzw. dass wir die Wasserlinie des Schiffs um einiges höher ansetzen müssten. Ab und zu sah es auf dem Schiff aus wie auf dem Flohmarkt am Bürkliplatz in Zürich oder wie an der Rückgabestation einer Bibliothek. Insgesamt brauchten wir rund 2 Wochen um alles einzuräumen, wobei die Gefahr bestand und teils auch jetzt noch besteht, dass wir später nur die Hälfte wieder finden würden. Es ist schon erstaunlich, was auf einem Katamaran so alles Platz hat. Der Viano meiner Schwester tat uns während der ersten zwei Wochen sehr nützliche Dienste. Schliesslich mussten wir doch noch einige Dinge einkaufen gehen und das ist in Frankreich nicht immer gleich um die Ecke!

Nach 2 Wochen war es aber dann soweit. Ralf und Philipp, zwei unserer Neffen und Patenkinder von uns, besuchten uns um den Viano wieder zurück in die Schweiz zu fahren. Sie flogen von Zürich nach Barcelona, wo wir sie abholten und verbrachten 3 Tage bei uns auf dem Schiff. Wir waren natürlich sehr froh, zwei so hilfreiche Matrosen an Bord begrüssen zu können. Am 1. Mai war es dann soweit. Wir mussten uns vom Viano und unseren Neffen verabschieden. Sie fuhren unseren "Lastesel" die neunstündige Reise wohlbehalten zurück in die Schweiz.

Nun sind wir schon fast 4 Wochen auf dem Schiff. Chili hat sich sehr gut eingelebt und hat auch schon seine Rückzugsorte gefunden, wenn draussen wieder mal etwas stärkerer Wind herrscht oder wenn viele Handwerker das Schiff unsicher machen. Auch die letzten 2 Wochen hatten wir noch recht viel zu tun mit ein- und aufräumen. Gleichzeitig hatten wir eine gute Gelegenheit, Zubenubi besser kennenzulernen. Einige Dinge wurden in dieser Zeit noch installiert und auch repariert. Mit dem Leben an Bord kam auch noch der eine oder andere Verbesserungswunsch zu Tage und man merkt relativ bald, was gut und was weniger gut funktioniert. Einige Sachen (Code 0,  LED-Beleuchtung im Cockpit usw.) sind leider bis jetzt noch nicht geliefert worden und andere Teile (Bimini, Instrumententafel an den Steuerständen usw.) werden in den kommenden Tagen installiert, teils noch parametrisiert und programmiert.

So wie es momentan aussieht, werden wir nochmals 2 Wochen, d.h. höchstwahrscheinlich bis nach Pfingsten, hier im Hafen verbleiben müssen. Unser Dankeschön geht dabei an die Werft BMS, an Denis und Pascal, welche uns echt unterstützen und einen super Job machen. Wir können BMS und ihre Mitarbeiter wirklich nur empfehlen!

Nachfolgend ein paar Bilder aus den vergangenen 4 Wochen. Wir hoffen sehr, dass der nächste Statusbericht von irgendwo unterwegs dann erfolgt. 

Status Anfangs April 2018

So, es ist Freitag der 13. (April 2018), wenn das mal nicht ein gutes Zeichen ist. Wir haben fast alles gepackt und heute Morgen kam der Spediteur und füllte seinen Camion mit einer grossen Anzahl an Zügelkisten, Küchengeräten und Kleidertaschen. Das Umzugsgut soll am kommenden Dienstag, 17.4.2018 in Canet en Roussillon ankommen. Wir selbst werden uns am kommenden Montag auf die Reise nach Canet machen und die restlichen paar Sachen mitnehmen. Zubenubi ist zwar noch nicht ganz fertig, aber bis wir alles eingeräumt und alle neuen Geräte getestet haben, sollte unser Schiff wie auch wir selbst bereit sein, die Leinen los zu legen. Mal sehen, wo uns der Wind hinführt. Ach ja, selbstverständlich vergessen wir auch Chili, unseren Schiffskater und eigentlicher Kapitän von Zubenubi, nicht. Er hat die ganze letzte Nacht auf das Gepäck aufgepasst und sich sicherheitshalber auch darauf gelegt, dass ja nichts wegkommt und natürlich auch, dass er nicht vergessen geht.

Aktuelle Fotos vom Schiff folgen. Wir sind selbst gespannt, wie weit der Umbau nun fortgeschritten ist und wie es schlussendlich aussieht.

Status Ende Februar 2018 / Bilder vom Refit  und neue Ausrüstungen wurden bestellt

Der Refit von Zubenubi ist in vollem Gange. Alle Seeventile wurden ausgewechselt. Die Unterwasserbeleuchtung wurde installiert, neue Bordtoiletten montiert und die Wärmetauscher für die Kühlschränke wurden ersetzt. Eine längere Ankerkette sowie eine Seewasser-Hochdruckpumpe wurden montiert, damit die Ankerkette und der Anker gereinigt werden können. Auf dem Dach wurde die erste Hälfte der Solarpanels montiert (die zweite Hälfte wird über den Davids montiert), der Mast wurde demontiert um alle Drahtseile zu ersetzen, alle Rollen, Beschläge und Fallen werden geprüft und allenfalls ersetzt. Zudem werden die elektrischen Installationen wie Radar, Beleuchtung, Antennen usw. ausgewechselt. Im Schiff selbst wurden die Möbel im Salon entfernt, die Bleibatterien durch Lithiumbatterien ersetzt und gleichzeitig die Kapazität erhöht und die Kücheneinrichtung soweit nötig demontiert um Platz für die neue Einrichtung zu schaffen. Auf der Boot 18 in Düsseldorf konnten wir am ISTEC-Stand unseren Parasailor mit dem Logo von Zubenubi, am Stand von INCIDENCE unseren Code 0 und beim Seabob-Stand den Seabob F5S bestellen. 

Bei unserem Besuch Mitte Februar bei der Werft BMS in Canet en Roussillon konnten wir den Fortschritt des Umbaus begutachten sowie die weiteren Arbeiten mit Denis Ranjard besprechen. Wir sind gespannt, wie weit der Umbau dann in einem Monat sein wird. Gemäss aktuellem Zeitplan sollte der Umbau spätestens Mitte April abgeschlossen sein.

 

Status Anfangs Jan. 2018 /Mobilität auf dem Wasser und an Land

Kaum hat das neue Jahr begonnen, die heiligen 3 Könige sind soeben wieder weg, geht es in grossen Schritten weiter. Zubenubi wurde noch vor Neujahr ausgewassert um die Arbeiten am Rumpf (Unterwasserbeleuchtung, Kontrolle und evtl. auswechseln von Seeventilen, austauschen der Stopfbuchsen usw.) durchzuführen. Gleichzeitig wird der Mast demontiert um die neue Beleuchtung (alles LED), neue Antennen für Navigation und Kommunikation, neue Kabel sowie die Kontrolle und evtl. Austausch der Takelage durchzuführen (Bilder dazu folgen sobald wie möglich).

Zudem mussten wir uns um ein neues Beiboot kümmern. Unser Wunsch war ein Schlauboot von AB mit Aluminium Rumpf (Grund: Problemloser und stabiler Rumpf, leichteres Gewicht). Fündig wurden wir via Internet bei Boote-Gauert in Heiligenhafen. Dort konnten wir unser Wunsch-Beiboot bestellen (Bilder siehe unten). Es soll voll ausgerüstet Anfangs März an die Werft in Canet en Roussillon geliefert werden. An dieser Stelle möchten wir uns bei Stephan Gauert für die professionelle, effiziente und problemlose Abwicklung bereits jetzt bedanken. Wir freuen uns jetzt schon auf die ersten "Rundfahrten" mit unserem neuen Tender.

Da wir auch bei Landausflügen oder längeren Einkaufstouren an Land  beweglich sein wollen, entschieden wir uns auch zwei Falträder zu suchen, welche an Bord Platz haben und unseren Ansprüchen genügen würden. Schlussendlich viel die Wahl auf das E-Bike Tern Vektron Faltrad (siehe Bild unten). Die Qualität dieser E-Bikes überzeugte uns. Die E-Bikes werden in ca. 1 Woche abholbereit sein, d.h. wir können die Bikes bereits hier in der Schweiz ersten Tests unterziehen. 

Da wir nur kurz an der Boot 18 in Düsseldorf sein werden, können wir uns somit auf die restlichen "Kleinigkeiten" konzentrieren, welche für den Start unseres Abenteuers noch fehlen.

Happy New Year 2018! Das Abenteuer auf unserem Katamaran nimmt Formen an.

So, ein Teil unseres neuen Lebensabschnitts ist (zwar mit einem weinenden Auge) geschafft. Wir haben unser Haus in der Schweiz verkauft. Jetzt geht es daran, den Umbau unseres neuen Zuhause zu begleiten. Die meisten Offerten für den Refit von Zubenubi sind eingetroffen und mit dem Start von 2018 soll der Umbau auch vorangetrieben werden. Noch fehlen ein paar kleinere Details, aber auch diese werden in den kommenden Wochen geklärt. Dann geht es gegen Ende Januar noch an die Boot nach Düsseldorf, da wir hoffen, dort noch ein paar Dinge einkaufen zu können. Anfangs Februar wird dann wohl wieder ein Besuch in Südfrankreich fällig werden, um den Fortschritt des Umbaus vor Ort zu begutachten. 

19. und 21. Oktober 2017: Überfahrt nach Canet en Roussillon und Rückkehr nach La Ciotat

Aufgrund der Wettervorhersage und in Absprache mit Bertrand Rayon, unserem Profiskipper für die Überfahrt, entschlossen wir uns, erst am 19.10.2017 den Golf du Lyon zu überqueren. Für den 18. und die Nacht auf den 19.10. war relativ starker Wind aus ESE und Wellen aus SSE angesagt. Dies sollte sich jedoch während dem 19.10. etwas beruhigen und so die Überfahrt etwas angenehmer gestalten. Wind und Wellen sollten im Tagesverlauf abnehmen und für uns zudem mehr achterlich aufkommen. Zudem war der Wellengang in Canet en Roussillon am Mittwoch sehr ungünstig, so dass man jederzeit damit rechnen musste, dass der Hafen für ein- und auslaufende Schiffe geschlossen wurde.

Wir starteten also am 19.10. um 03:30 mit den Vorbereitungen für das Ablegen und konnten schliesslich um 04:30 Uhr aus dem Hafen auslaufen. Die Motoren liefen mit 2000 U/min. und nach ca. 4 sm konnten wir die Genua setzen, welche uns auf diesem Kurs doch sehr nützlich war. Sobald wir aus der Landabdeckung raus waren, bekamen wir auch die doch den überraschend hohen Seegang zu spüren. Die ersten Fotos schossen wir noch im Hafen und in der Bucht vor La Ciotat, danach wurden die Hände für den eigenen Halt gebraucht. Gemäss Wetterbericht sollte sich dies, je weiter wir uns der Mitte des Golf du Lyon näherten, jedoch zu unseren Gunsten wenden. Und siehe da, als der Tag langsam anbrach und die Sonne ihre ersten Strahlen vom Horizont her zu uns schickte, beruhigte sich der Seegang zusehends. Wir hatten nur noch Wellen von max. 2-2,5 Metern, doch der Wind blieb weiterhin recht forsch. Kurz vor Mittag hatten wir Böenspitzen, die locker die 40 Knoten übertrafen, doch der Autopilot steuerte unbeeindruckt weiter Richtung Canet. Wie sich später herausstellte und wir anhand der Navigationsaufzeichnung erfahren durften, hatten wir zu dieser Zeit einmal eine Spitzengeschwindigkeit von mehr als 17 Knoten. Wir selbst fühlten uns absolut sicher und Zubenubi bewegte sich absolut stabil durch die Wellen. Alice nahm sich sogar die Zeit, um noch ein wenig Schlaf nachzuholen und zu testen, ob das Schiff auch bei solchem Wind und Wellengang keine unangenehmen Geräusche von sich gab.

Ein zwei Stunden nach Mittag war es dann Zeit für eine kleine Zwischenverpflegung. Das Auf und Ab hatte unseren Appetit angeregt. Momentan war es sogar ein wenig Sonnig und das bewegte Meer sah super aus. Das Schiff lief gut und wir konnten damit rechnen, rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit (ETA war 18:30) in Canet anzukommen. Alice nutzte die Zeit, um auch im Salon noch etwas Schlaf nachzuholen.

Kurz vor Canet en Roussillon verschlechterte sich das Wetter aber wieder zusehends und der Himmel verdunkelte sich. Es sah nach Gewitter aus. Wir waren in Canet angemeldet und hofften, dass der Wellengang nicht zu hoch war und die Capitanerie den Hafen offen liess. Die Einfahrt gilt bei Wind und Wellen aus östlicher Richtung als kritisch. Als wir vor dem Hafen waren, brachen sich die Wellen zwar vor der Hafeneinfahrt, aber der Hafen die Hafeneinfahrt war nicht geschlossen. Bertrand kannte die Hafeneinfahrt sehr gut und steuerte Zubenubi sicher durch das "Nadelöhr". Kaum im Hafen fing es auch an zu regnen. Am Pier von BMS wartete schon Denis Ranjard auf uns und half uns beim Festmachen. Das Gewitter entlud sich zu diesem Zeitpunkt genau über uns und es goss wie aus Kübeln. In wenigen Minuten waren wir klatsch nass. Denis war so nett und offerierte uns an diesem Abend noch ein Fahrzeug von BMS, damit wir in die Stadt etwas essen gehen konnten. 

Den Freitag verbrachten wir dann mit Besprechungen bez. des Refit von Zubenubi und suchten noch die neuen Stoffe für die Polster aus. Am Abend überraschten uns Denis und Pascal mit Champagner, foie gras und frischem baguette. Sie stiessen auf unsere Ankunft und unsere Geburtstage an. Am Samstag Morgen ging es wieder ans Packen. Ein Taxi brachte uns schlussendlich zurück nach La Ciotat, wo wir wieder in unser Fahrzeug umsteigen konnten. La Ciotat war in dieser Zeit mitten in ihrem 4 tägigen historischen Fest "Un Spectacle Son et Lumière pour la 15ème édition du 19 au 22 octobre 2017". Es war wirklich ein Spectacle. Jung und Alt waren da in historischen Kleidern, alte Handwerkskunst wurde gezeigt und natürlich auch Piraten. 

Alles in allem waren es 5 sehr angenehme Tage in Südfrankreich.

 

 

17. Oktober 2017: Testfahrt und definitiver Kauf der Privilège 615

Am 17. Oktober 2017 war es soweit. Alice und ich trafen in der Werft in La Ciotat in Frankreich unsere Brokerin Catherine Relandeau und Bernard Oberlé, den Owner von MARANIA. Ziel war, die abgemachte Probefahrt mit dem Test der Maschinen, Generator, Wassermacher und den anderen Geräten an Bord durchzuführen, um so ein abschliessendes Bild von der Privilège 615 zu erhalten. 

 

La Ciotat hat sich in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Häfen im Mittelmeer für Arbeiten an Megayachten entwickelt. Darum erstaunt nicht, dass eine 60 Fuss Segelyacht nicht gerade auffällt. MARANIA, wie das Schiff noch hiess, war eingebettet zwischen solchen Megayachten. Eine Yacht hinter ihr lag z.B. die beeindruckende, 86 Meter lange Privatyacht MUSASHI. Da braucht man kein Orakel, um herauszufinden, wem diese Prachtyacht gehört :-). 

 

Wir bereiteten alles für die Probefahrt vor und liefen bei schönstem Wetter und mit Unterstützung von Patrick Maurel von Sailing Concept aus dem Hafen von La Ciotat um die Tests durchzuführen. Wir hatten auch abgemacht, dass wir die Segel erst später in Canet en Roussillon (nach dem Refit) testen werden. Die Tests verliefen alle zu unserer vollen Zufriedenheit und wir konnten mit gutem Gefühl wieder zurück in den Hafen. Dort bereitete Catherine den abschliessenden administrativen Teil für die endgültige Vertragsunterzeichnung vor, welche wir dann nebst Unterschrift noch mit einem Glas Champagner besiegelten. Jetzt musste nur noch der Tankwagen bestellt werden, da wir sicherheitshalber für die Überfahrt quer über den Golf du Lyon nach Canet en Roussillon noch ein paar Liter Diesel bunkern wollten. Als auch dies geschafft war und der Zoll uns am Abend ebenfalls grünes Licht gab, dass wir nun den Hafen und die Region verlassen dürften, machte sich Alice daran, den Schiffsnamen und den Heimathafen am Heck provisorisch anzupassen. Schliesslich fährt die Privilège 615 neu unter Schweizer Flagge und zwar unter dem Namen ZUBENUBI. Ab jetzt sind wir die neuen Owner :-). 

Oktober 2017: Zubenubi kommt ins Wasser, Probefahrt und Übernahme der Yacht

September 2017: Es ist soweit, unsere zukünftigen Abenteuer beginnen:

Wir haben unser Wunsch-Schiff gefunden. Wir sind daran eine Privilege 615, Jg 2008, zu kaufen. Die Übergabe des Schiffes soll im Oktober 2017 stattfinden. Danach soll der Katamaran unseren Wünschen entsprechend noch ein Refit erhalten, bevor wir endgültig in See stechen. Ziel ist, den Katamaran unter Schweizer Flagge zu registrieren. Die kommenden Wochen werden spannend, intensiv und vielleicht auch etwas nervend werden, bis alle administrativen Vorgaben erledigt sind. Wie lange der Refit dauern wird, wird sich ebenfalls in den kommenden Wochen klären. Wird es ein 100-Meter - oder 400-Meter Hürdenlauf werden?

Sobald neue Facts da sind, geht es hier weiter. 

 

 

 

 

Weitere Links:

 Wir sind auch erreichbar via

Zubenubi Yachting R. Pfister & Co.

c/o Precis AG, Gotthardstrasse 3 

CH-6300 Zug / Switzerland

E-Mail: info@zubenubi.ch